Skipper : Manfred Schmudermaier
Co.Skipper: Hubert Koss
Thomas Meister
Peter Lörsch
Conny
Görres
Uwe Fleck
Manfred Engels
Werner Borgmann
Jürgen Oelbermann
Wir flogen am 16.09.06 mit HLX ab Köln
nach Olbia. Die Schiffsübernahme erfolgte um 18:00 h in Portisco. Leider machte
unsere1 Jahr alte Bavaria Wasser. Die Vorgänger Crew hatte uns dieses schon
geschildert . Problematisch wird dieser Zustand, wenn mangels Wartung auch die
Bilgepumpe defekt ist. Das führte dazu, dass wir unter Segel für 12 Meilen 30
Eimer Salzwasser wieder ins Meer zurückbefördern mussten. Die Krone wurde dem
ganzen noch aufgesetzt, als am Ende der Charter noch ein angeblicher Schaden an
einer anderen Yacht, die überhaupt keinen Schaden hatte, uns der Vercharterer
150,00 € berechnen wollte. Nun lieber Leser, möchten Sie den Namen dieses
Vercharterer wissen? Dem komme ich hiermit gerne nach. Es ist der Vercharterer,
der in Portisco nur Bavaria Yachten verchartert und an Arroganz kaum zu überbieten
ist. Sein Name CRUISING
CHARTER
Die Crew und ich hatten uns von diesen Vorfällen nicht den Segeltörn vermiesen lassen und wurden mit einem wunderschönen Revier entschädigt.
Am 17.09.06 um 9 Uhr segelten wir von Portisco in nördlicher Richtung bis zur Insel Cappuccini, wo wir den Kurs nach Westen änderten zu unserem geplanten Tagesziel Palau.

Nach dem Passieren der Insel Cappuccini waren wir fasziniert von einer Rolex Regatta, die mit aufgeblähten bunten Spinnackern uns entgegen kamen. Wir erlebten in kurzer Zeit alle Facetten des Spinnacker - Segelns bis hin zum Mastbruch. In Palau angekommen, war der Hafen mit Dauerliegern belegt. So nahmen wir die Empfehlung der Hafenpolizei, es auf der Insel Maddalena, die nur wenige Meilen entfernt liegt, zu versuchen dankend an. Tatsächlich wurden wir vom Hafenmeister mit dem Schlauchboot in Empfang genommen, und wir machten an einer Mooringboje am Bug und Heckleinen an der Pier fest
.

Maddalena ist ein schöner kleiner urig gewachsener Ort mit unzähligen Geschäften und Pizzerien. Da unser Magen sich meldete und keiner bereit war heute selbst zu kochen, führte unser Weg in eine Pizzeria in der Innenstadt, wo uns im 1. Stock ein Separée angeboten wurde. Bei edlem Wein und gutem Essen zu zivilen Preisen wurde der Kellner mit einem fürstlichen Trinkgeld belohnt .Der wiederum läutete zum Dank mit einer Schiffsglocke zum Abschied.
Die Wettervorhersage für den nächsten
Tag war nicht berauschend: Windstärke 7 für die Straße von Bonifacio in Böen
noch einiges mehr. Deshalb nutzten wir den Tag für eine Wanderung zum
Leuchtturm.
Wir wurden mit einem grandiosen Blick über die Insel belohnt. Der
folgende Tag wurde mit nachlassenden Wind aus westlicher Richtung vorhergesagt,so dass wir nach dem Frühstück gleich
in Richtung Korsika ausliefen.
Nach einer schnellen Überfahrt fütterte ein Crew - Mitglied noch schnell die Fische. Zur Mittagszeit liefen wir in Bonifacio ein.
Bonifacio liegt an der Südküste Korsikas am Ende eines aus Sandstein umsäumten 1SM langen Fjordes. Die Stadt hat einein gut geschützten Hafen mit traumhafter Kulisse. Hoch oben auf dem Tuffstein thront die Altstadt und ein Kastell, in dem in den siebziger Jahren die Fremdenlegion stationiert war.



Wir verließen am nächsten Tag Korsika und segelten zurück nach Sardinien, wo wir abends in der Bucht von Santa Reparata, Capo Testa den Anker auf Grund schickten. Capo Testa ist eine kleine Halbinsel im Nordosten von Sardinien, die durch eine schmale Straße mit dem Land verbunden ist.



Am folgenden Tag wollten wir alle Buchten von Capo Testa bis zum Golf von Arzachena erkunden, so dass wir gleich nach dem Frühstück die Bucht verließen . Am frühen Nachmittag erreichten wir Pt.di Li Cossi. An einem herrlichen Sandstrand legten wird einen Badestopp ein.

Gegen Abend verholten wir nach Cannigione am Ende des Golfes di Arzachena. Wir übernachteten in einer freundlichen Marina mit moderaten Preisen.


Unseren letzten Tag wollten wir bei schönstem Segel - Wetter noch recht lange genießen. Wir segelten die 2 SM tiefe Bucht in Richtung Norden, um dann den Kurs nach Osten zu ändern . Die Insel Cappuccini ließen wir weiträumig an Steuerbord liegen und änderten den Kurs nach Süden, um Porto Cervo zu besuchen. Es ist eine wunderschöne Stadt, die harmonisch in die Landschaft integriert wurde.

Mit einer Kirche, die mit ihren fließenden Formen ihr übriges dazu beiträgt. Nach diesem schönen Erlebnis verholten wir das Schiff ein paar Meilen nach Süden in die Cala Volpe zu einem Badestopp im türkisblauen Wasser .
Am Spätnachmittag segelten wir nach Portisco. Wir checkten aus, um am anderen Morgen von Olbia mit HLX die Heimreise anzutreten.
Wir erlebten wieder einen wunderschönen Segeltörn. Leider hatten wir einen Vercharterer, der die Note tadelnswert verdient.